Diese Excel-Datei ist eine Tabellenkalkulation für die Auftragspriorisierung in der Produktion. Einsatz: Produktionsplaner erfassen offene und fertige Aufträge und bewerten sie anhand des zugesagten Termins, der Kritikalität und eines optionalen Pönale-Planwerts.
Die Arbeitsmappe berechnet für bis zu 150 Aufträge Verzugstage, Teilwerte, Prioritätswert und Rang. Ergebnis: Die Fertigung erhält eine einheitliche Reihenfolge, muss Materialverfügbarkeit, Kapazität, Rüstfolge und technische Machbarkeit jedoch weiterhin manuell prüfen.
Was die Vorlage unterstützt
- Nachvollziehbare Priorisierung offener Produktionsaufträge
- Einheitliche Bewertung von Termin, Kritikalität und Pönale
- Schneller Überblick über dringende und unvollständige Aufträge
- Anpassbare Gewichtung für die betriebliche Planung
Inhalt der Arbeitsmappe
So beginnen Sie
Parameter festlegen
Festlegen: Tragen Sie im Blatt „Parameter“ den Stichtag, das Planungsfenster, die drei Gewichte und den Pönalen-Referenzwert ein.
Parameterkontrolle prüfen
Prüfen: Die Gewichte für Termin, Kritikalität und Pönale müssen zusammen 100 ergeben. Planungsfenster und Referenzwert müssen größer als null sein.
Aufträge erfassen
Erfassen: Füllen Sie im Blatt „Aufträge“ die Eingabespalten Auftrag-ID, Artikelcode, Menge, zugesagter Termin, Kritikalität, Pönale-Planwert und Status aus.
Rangfolge anwenden
Einplanen: Ergänzen Sie fehlende Pflichtangaben und sortieren Sie anschließend die Auftragstabelle nach dem Rang aufsteigend. Kontrollieren Sie zusätzlich die ersten fünf Ränge in der Zusammenfassung.
Aufträge in der Produktion einheitlich bewerten
Im Blatt „Aufträge“ stehen Eingabefelder für Auftrag-ID, Artikelcode, Menge, zugesagten Termin, Kritikalität, Pönale-Planwert je Verzugstag und Status bereit. Für Kritikalität und Status sind Auswahllisten mit „Niedrig“, „Mittel“, „Hoch“ beziehungsweise „Offen“ und „Fertig“ hinterlegt.
Die berechneten Spalten ermitteln Verzugstage, Termindruck, Kritikalitätspunkte, Pönalenpunkte, Prioritätswert, Rang und eine Handlung. Die Auftrag-ID wird auf Eindeutigkeit geprüft; auch für Menge, Termin und Pönale-Planwert bestehen Eingaberegeln.
Berechnung des Prioritätswerts
Der Termindruck beträgt 100 Punkte, wenn der zugesagte Termin am oder vor dem Stichtag liegt. Bei späteren Terminen sinkt der Wert innerhalb des Planungsfensters linear bis auf null. Die Kritikalität wird über die Punktetabelle im Parameterblatt umgerechnet.
Die Pönalenpunkte ergeben sich aus dem Planwert je Verzugstag im Verhältnis zum Referenzwert und sind auf 100 begrenzt. Ein fehlender Pönale-Planwert zählt als null. Termin-, Kritikalitäts- und Pönalenpunkte werden entsprechend ihrer Gewichte zum Prioritätswert zusammengeführt.
Parameter an den Planungsfall anpassen
Die vorhandene Einstellung verwendet den 08.09.2026 als Stichtag und ein Planungsfenster von 14 Tagen. Der Termin fließt mit 50 Prozent, die Kritikalität mit 30 Prozent und die Pönale mit 20 Prozent ein. Als Pönalen-Referenzwert sind 1.000 Euro eingetragen.
Die Kritikalitätsstufen entsprechen 25 Punkten für „Niedrig“, 60 Punkten für „Mittel“ und 100 Punkten für „Hoch“. Eine Kontrollformel meldet „OK“, wenn die Gewichtssumme 100 beträgt und Planungsfenster sowie Referenzwert gültig sind.
Praxisfall: Zwei Aufträge mit gleicher Höchstpriorität
BEISPIEL-001 ist zum Stichtag bereits fünf Tage überfällig, besitzt die Kritikalität „Hoch“ und einen Pönale-Planwert von 1.500 Euro. Damit erreichen Termindruck, Kritikalität und Pönale jeweils 100 Punkte; der Prioritätswert beträgt 100.
BEISPIEL-002 ist genau am Stichtag fällig, ebenfalls hochkritisch und mit 1.000 Euro Pönale-Planwert erfasst. Auch dieser Auftrag erreicht 100 Punkte. Interpretation: Bei gleichen Prioritätswerten entscheidet die Reihenfolge der Zeilen, sodass BEISPIEL-001 vor BEISPIEL-002 rangiert. BEISPIEL-003 liegt zwei Tage nach dem Stichtag und erreicht mit mittlerer Kritikalität sowie 500 Euro Pönale-Planwert rund 70,86 Punkte.
Typische Fehler und passende Lösungen
Fehlt der zugesagte Termin oder die Kritikalität, entstehen weder Prioritätswert noch Rang; die Handlung lautet „Angaben ergänzen“. Ein leerer Pönale-Planwert verhindert die Bewertung dagegen nicht, sondern wird mit null Punkten berücksichtigt.
- Fehlende Pflichtangaben: Termin oder Kritikalität ergänzen.
- Doppelte Auftrag-ID: eine eindeutige Kennung vergeben.
- Hinweis „Parameter prüfen“: Gewichtssumme, Planungsfenster und Referenzwert kontrollieren.
- Fälschlich abgeschlossener Auftrag: Status prüfen, da „Fertig“ keinen Prioritätswert erhält.
Lösung: Erst vollständige Eingaben und gültige Parameter sicherstellen, danach nach Rang aufsteigend planen.
Excel-Priorisierung und manuelle Feinplanung im Vergleich
| Aspekt | Excel-Priorisierung | Manuelle Prüfung |
|---|---|---|
| Zugesagter Termin | Berechnet Verzug und Termindruck | Terminänderungen fachlich abstimmen |
| Kritikalität | Übernimmt die gewählte Stufe und deren Punkte | Kritikalität fachlich festlegen |
| Pönale | Berücksichtigt einen internen Planwert | Vertragliche Bedeutung separat beurteilen |
| Material und Kapazität | Nicht Bestandteil der Berechnung | Verfügbarkeit und Auslastung prüfen |
| Rüstfolge und Machbarkeit | Nicht automatisch bewertet | Produktionsreihenfolge technisch absichern |
Zusammenfassung, Rangfolge und Grenzen
Das Blatt „Zusammenfassung“ zeigt Stichtag, erfasste Aufträge, offene und abgeschlossene Aufträge, überfällige offene Aufträge sowie Datensätze mit fehlenden Pflichtangaben. Zusätzlich werden für die Ränge eins bis fünf Auftrag-ID, Artikelcode, zugesagter Termin, Prioritätswert und Handlung ausgegeben.
Niedrige Rangnummern werden zuerst eingeplant. Die ersten fünf Ränge erhalten „Zuerst fertigen“, weitere bewertete Aufträge „Nach Rang einplanen“. Die Arbeitsmappe ist keine Feinplanung und dokumentiert weder Auftragsfortschritt noch Kosten- oder Personaleinsatz. Pönale-Werte sind interne Planungsannahmen ohne rechtliche Aussage.
Häufige Fragen
Wie priorisiert die Excel-Datei Produktionsaufträge?
Sie berechnet für offene Aufträge Punkte aus Termindruck, Kritikalität und einem optionalen Pönale-Planwert. Die gewichteten Teilwerte ergeben den Prioritätswert, aus dem die Rangfolge entsteht.
Welche Aufträge sollen zuerst gefertigt werden?
Die fünf Aufträge mit den niedrigsten Rangnummern erhalten die Handlung „Zuerst fertigen“. Weitere bewertete Aufträge werden mit „Nach Rang einplanen“ gekennzeichnet.
Was geschieht bei fehlendem Termin oder fehlender Kritikalität?
Ohne zugesagten Termin oder Kritikalität werden kein Prioritätswert und kein Rang berechnet. Die Arbeitsmappe zeigt für den betreffenden Auftrag „Angaben ergänzen“ an.
Muss für jeden Auftrag ein Pönale-Planwert eingetragen werden?
Nein. Ein leeres Feld wird mit null Pönalenpunkten berücksichtigt und verhindert die Berechnung des Prioritätswerts nicht.
Kann die Gewichtung der Kriterien geändert werden?
Ja. Die Gewichte für Termin, Kritikalität und Pönale können im Blatt „Parameter“ angepasst werden. Ihre Summe muss 100 ergeben.
Berücksichtigt die Arbeitsmappe Material und Produktionskapazität?
Nein. Materialverfügbarkeit, Kapazität, Rüstfolge und technische Machbarkeit sind nicht Bestandteil der automatischen Bewertung und müssen manuell geprüft werden.






