Diese Excel-Datei ist eine Tabellenkalkulation zur Koordination von Serienanläufen in der Fertigung. Sie führt geplante Serienstarts, Ramp-up-Zeiträume, Muster-, Validierungs- und Werkzeugstatus, Zielmengen, Tageskapazitäten, Reserven, Verantwortungsrollen und nächste Maßnahmen zusammen.
Die Arbeitsmappe unterstützt Anlaufkoordination, Produktionsplanung, Prozessplanung und Fertigungsleitung bei der wöchentlichen Prüfung sowie vor internen Anlaufbesprechungen. Berechnete Werte machen kritische Punkte wie Kapazitätsengpässe, offene Freigaben, fehlende Angaben und nahende Starttermine sichtbar, ersetzen aber keine fachliche Freigabe.
Was die Vorlage unterstützt
- Parallele Serienanläufe in einer gemeinsamen Übersicht koordinieren
- Offene Freigaben und Kapazitätsengpässe frühzeitig erkennen
- Verantwortungsrollen, Maßnahmen und Termine nachvollziehbar zuordnen
- Anlaufbesprechungen mit kompakten Kennzahlen vorbereiten
Inhalt der Arbeitsmappe
So beginnen Sie
Parameter prüfen
Kontrollieren Sie Warnhorizont, Kapazitätsgrenzen, zulässigen Datumsbereich sowie die hinterlegten Anlagen, Rollen und Freigabestatus.
Anlaufdaten erfassen
Vergeben Sie je Anlauf eine eindeutige ID und tragen Sie Artikel, Anlage, Serienstart, Ramp-up-Ende, Freigabestände, Zielmenge, Tageskapazität und Reserve ein.
Maßnahmen zuordnen
Ergänzen Sie die verantwortliche Rolle, die nächste Maßnahme und bei Bedarf den zugehörigen Maßnahmentermin.
Ergebnisse kontrollieren
Führen Sie nach Änderungen die Excel-Neuberechnung aus und prüfen Sie Kapazitätslage, offene Freigaben, Resttage, Gesamtstatus und Kontrollhinweis.
Aufbau des Serienanlaufplans
Die Arbeitsmappe trennt operative Eingaben, Parameter, Ergebnisse und Erläuterungen. Dadurch entsteht eine einheitliche Planungsgrundlage für mehrere parallele Serienanläufe.
Im Blatt „Anlaufplan“ stehen 100 vorbereitete Zeilen zur Verfügung. Erfasst werden Anlauf-ID, Artikelbezeichnung, Anlage, Serienstart, Ramp-up-Ende, drei Freigabestatus, Zielmenge, Kapazität je Tag, Kapazitätsreserve, Verantwortungsrolle, nächste Maßnahme und Maßnahmentermin. Die Blätter „Zusammenfassung“, „Parameter“ und „Anweisungen“ ergänzen die operative Planung.
Kapazität und Ramp-up beurteilen
Die benötigten Kapazitätstage ergeben sich aus der Ramp-up-Zielmenge, der Kapazität je Tag und der eingetragenen Reserve. Die Formel reduziert die verfügbare Tageskapazität um die Reserve, teilt die Zielmenge durch diesen Wert und rundet auf volle Tage auf.
Die verfügbaren Ramp-up-Kalendertage umfassen Serienstart und Ramp-up-Ende. Benötigt der Auftrag mehr Kapazitätstage als Kalendertage verfügbar sind, zeigt die Kapazitätslage einen Engpass; andernfalls lautet sie „Ausreichend“. Wochenenden, Feiertage und Schichtkalender werden dabei nicht gesondert berücksichtigt.
Praxisfall: Engpass vor dem geplanten Ramp-up-Ende
Praxisfall: Für den fiktiven Sensorhalter Fiktiva C sind 8.000 Stück, 500 Stück Tageskapazität und 10 Prozent Reserve eingetragen. Daraus entstehen 18 benötigte Kapazitätstage. Zwischen dem geplanten Serienstart am 18. November 2026 und dem Ramp-up-Ende am 27. November 2026 liegen einschließlich beider Termine nur 10 Kalendertage.
Die Arbeitsmappe weist deshalb die Kapazitätslage „Engpass“ aus. Als nächste Maßnahme ist in diesem Beispieldatensatz vorgesehen, eine Zusatzschicht als Option zu bewerten. Die Datei trifft diese Entscheidung nicht selbst, sondern macht den rechnerischen Handlungsbedarf sichtbar.
Typische Fehler und passende Lösungen
Doppelte Anlauf-ID: Wird eine ID mehrfach verwendet, erscheint der Status „Prüfen“ und der Kontrollhinweis fordert zur Bereinigung des Duplikats auf. Die Lösung ist eine eindeutige ID innerhalb des Bereichs A3 bis A102.
Unplausible Termine und Werte: Ein Ramp-up-Ende vor dem Serienstart, nicht positive Mengen oder Kapazitäten sowie eine unzulässige Reserve führen ebenfalls zu einem Prüfhinweis. Korrigieren Sie die Quelldaten und berechnen Sie die Datei anschließend neu. Fehlen Pflichtangaben, weist der Gesamtstatus auf „Angaben fehlen“ hin. Fehlt der Warnhorizont im Parameterblatt, muss auch dieser ergänzt werden.
Vergleich mit einer einfachen Terminliste
Der Unterschied liegt in der verknüpften Beurteilung: Eine reine Terminliste dokumentiert Daten, während der Serienanlaufplan Termine, Freigaben, Kapazität und Maßnahmen gemeinsam betrachtet.
| Kriterium | Einfache Terminliste | Serienanlauf Plan Excel |
|---|---|---|
| Termine | Start- und Endtermine werden notiert. | Serienstart, Ramp-up-Ende, Resttage und Maßnahmentermin werden zusammengeführt. |
| Freigaben | Meist nur als freie Notiz erfasst. | Muster-, Validierungs- und Werkzeugstatus werden getrennt gepflegt und offene Freigaben gezählt. |
| Kapazität | Keine zwingende rechnerische Prüfung. | Zielmenge, Tageskapazität und Reserve werden in benötigte Kapazitätstage übersetzt. |
| Kontrolle | Fehler müssen vollständig manuell erkannt werden. | Fehlende Angaben, doppelte IDs und unplausible Eingaben erzeugen Status- oder Kontrollhinweise. |
| Übersicht | Einzelne Zeilen müssen manuell ausgewertet werden. | Die Zusammenfassung zählt Statuswerte, Engpässe, offene Freigaben und Starts im Warnhorizont. |
Kennzahlen für die Anlaufbesprechung
Die Zusammenfassung zählt aktive Anläufe sowie die Gesamtstatus „Bereit“, „Kritisch“, „In Vorbereitung“, „Angaben fehlen“ und „Prüfen“. Darüber hinaus zeigt sie Kapazitätsengpässe, die Summe offener Freigaben und Serienstarts innerhalb des eingestellten Warnhorizonts.
Ein Diagramm stellt die Statusverteilung kompakt dar. Der Datenstand wird mit der Excel-Funktion TODAY() erzeugt und entspricht dem Datum der letzten Berechnung.
Grenzen der Excel-Planung
Die Tabellenkalkulation ist eine manuell gepflegte Planungshilfe ohne ERP- oder MES-Anbindung und ohne Echtzeitsynchronisierung. Eingaben stammen aus der internen Anlaufkoordination und müssen nach Änderungen fachlich geprüft werden.
Berechnete Statuswerte sind weder Produktionsfreigabe noch Konformitätsaussage, Freigabegarantie oder rechtliche Bewertung. Auch die Parameter wie der hinterlegte Warnhorizont von 21 Tagen, die maximale Kapazitätsreserve von 50 Prozent und die maximale Zielmenge von 1.000.000 Stück sind veränderbare Planungsannahmen.
Häufige Fragen
Was erfasst der Serienanlauf Plan in Excel?
Die Datei erfasst je Anlauf Termine, Anlage, Muster-, Validierungs- und Werkzeugstatus, Zielmenge, Tageskapazität, Reserve, Verantwortungsrolle, nächste Maßnahme und Maßnahmentermin.
Wie viele Serienanläufe lassen sich eintragen?
Im Blatt „Anlaufplan“ sind 100 Planungszeilen von Zeile 3 bis Zeile 102 vorbereitet.
Wie wird ein Kapazitätsengpass erkannt?
Die Arbeitsmappe vergleicht die aus Zielmenge, Tageskapazität und Reserve berechneten Kapazitätstage mit den verfügbaren Ramp-up-Kalendertagen. Sind mehr Kapazitätstage erforderlich, lautet die Kapazitätslage „Engpass“.
Welche Freigaben berücksichtigt die Excel-Datei?
Berücksichtigt werden Musterstatus, Validierungsstatus und Werkzeugstatus. Einträge mit „Offen“ oder „In Arbeit“ werden als offene Freigaben gezählt.
Ersetzt der Gesamtstatus eine Produktionsfreigabe?
Nein. Der Gesamtstatus unterstützt die interne Planung und Priorisierung, ist aber keine Freigabegarantie, Konformitätsaussage oder rechtliche Bewertung.






