Diese Excel-Datei berechnet für bis zu 100 fiktive Fertigungsartikel eine wirtschaftlich begründete Planungslosgröße. In der Produktionsplanung werden dafür Jahresbedarf, Rüstkosten je Los, Einstandspreis und Lagerkostensatz nach dem klassischen Andler-/EOQ-Prinzip ausgewertet.
Die Tabellenkalkulation rundet das rechnerische Ergebnis auf einen festgelegten Mengenschritt, berücksichtigt bei Bedarf eine maximale Loskapazität und weist Kosten, Zyklus, Bestandsreichweite sowie Prüffälle aus. Sie ist eine manuelle Entscheidungsvorlage; die fachliche Prüfung und Freigabe erfolgen außerhalb der Datei.
Was die Vorlage unterstützt
- Rüstkosten und Lagerkosten je Artikel nachvollziehbar abwägen
- Wirtschaftliche Planungslosgrößen auf einer einheitlichen Grundlage ableiten
- Kapazitätsgrenzen und auffällige Bestandsreichweiten früh erkennen
- Mengen, Kosten, Bearbeitungsstatus und Prüffälle zentral überblicken
Inhalt der Arbeitsmappe
So beginnen Sie
Parameter prüfen
Parameter zuerst. Kontrollieren Sie Planungsdatum, Arbeitstage pro Jahr, Standard-Lagerkostensatz, Rundungsschritt, Warnschwelle und verantwortliche Rolle.
Artikeldaten erfassen
Pflichtwerte ausfüllen. Tragen Sie Artikel-ID, Bezeichnung, Jahresbedarf, Rüstkosten, Einstandspreis und Bearbeitungsstatus ein. Lagerkostensatz, Loskapazität und Bestand sind optional.
Ergebnisse kontrollieren
Formeln neu berechnen. Prüfen Sie anschließend Losgröße, Lose pro Jahr, Zyklus, Kosten, Kapazitätsstatus, Bestandsreichweite und den zeilenbezogenen Prüfhinweis.
Planungslos entscheiden
Prüffälle klären. Bewerten Sie Kapazitätsbegrenzungen und Reichweitenhinweise fachlich und treffen Sie die Freigabeentscheidung außerhalb der Arbeitsmappe.
Grundlage der Losgrößenberechnung in Excel
Die rechnerische Losgröße folgt dem klassischen Andler-/EOQ-Prinzip. Berechnet wird die Quadratwurzel aus „2 × Jahresbedarf × Rüstkosten je Los“ geteilt durch „Einstandspreis × Lagerkostensatz“. Damit werden die gegenläufigen Auswirkungen häufiger Rüstvorgänge und höherer durchschnittlicher Bestände in einer wirtschaftlichen Referenzmenge zusammengeführt.
Ist in einer Artikelzeile kein eigener Lagerkostensatz eingetragen, verwendet die Formel den Standard-Lagerkostensatz aus dem Blatt „Parameter“.
Eingaben und zentrale Planungsparameter
Je genutzter Artikelzeile werden Artikel-ID, Artikelbezeichnung, Jahresbedarf, Rüstkosten je Los, Einstandspreis und Bearbeitungsstatus benötigt. Optional können ein artikelspezifischer Lagerkostensatz, eine maximale Loskapazität und der vorhandene Bestand erfasst werden.
Für alle Zeilen gelten zentrale Annahmen zu Planungsdatum, Arbeitstagen pro Jahr, Standard-Lagerkostensatz, Rundungsschritt und Warnschwelle der Bestandsreichweite. Die verantwortliche Rolle kann als Produktionsplanung, Arbeitsvorbereitung oder Controlling ausgewählt werden.
Ergebnisse für Mengen, Zyklen und Kosten
Die Arbeitsmappe zeigt die rechnerische Losgröße und die daraus abgeleitete Planungslosgröße. Zusätzlich berechnet sie Lose pro Jahr, den Zyklus in Arbeitstagen, jährliche Rüstkosten, jährliche Lagerkosten und die relevanten Gesamtkosten als Summe beider Kostenarten.
Bei eingetragenem Bestand wird außerdem die Bestandsreichweite aus Bestand, Arbeitstagen und Jahresbedarf ermittelt. Kapazitätsstatus und Prüfhinweis machen sichtbar, welche Zeilen vor einer Entscheidung genauer betrachtet werden müssen.
Praxisfall FIK-1001 richtig einordnen
Beim fiktiven Artikel FIK-1001 treffen 12.000 Stück Jahresbedarf, 180 Euro Rüstkosten je Los und 24 Euro Einstandspreis auf den Standard-Lagerkostensatz von 18 Prozent. Daraus ergibt sich eine rechnerische Losgröße von 1.000 Stück. Der Rundungsschritt von 10 Stück verändert das Ergebnis nicht; auch die maximale Loskapazität von 1.200 Stück wird eingehalten.
Rechnerisch entstehen 12 Lose pro Jahr, ein Zyklus von rund 20,8 Arbeitstagen sowie jeweils 2.160 Euro jährliche Rüst- und Lagerkosten. Die relevanten Gesamtkosten betragen damit 4.320 Euro pro Jahr. Der Bestand von 500 Stück reicht rechnerisch rund 10,4 Arbeitstage und liegt damit unter der zentralen Warnschwelle von 30 Arbeitstagen; dieser Punkt ist manuell zu prüfen.
Typische Fehler und passende Lösungen
Hinweise gezielt lösen. Bei „Pflichtwert fehlt“ sind die benötigten Artikeldaten oder der Bearbeitungsstatus zu ergänzen. „Doppelte Artikel-ID“ verlangt eine eindeutige Kennung. Bei „Eingabe prüfen“ sollten Bedarf, Kosten und optionale Grenzwerte auf zulässige positive Werte beziehungsweise einen nicht negativen Bestand kontrolliert werden.
„Kapazitätsgrenze prüfen“ weist darauf hin, dass die gerundete wirtschaftliche Losgröße oberhalb der eingetragenen Kapazität liegt. Ein Hinweis zur Bestandsreichweite erfordert den Abgleich mit der zentralen Warnschwelle. Vollständig leere Artikelzeilen benötigen keine Korrektur und bleiben ohne Berechnung.
Rechnerische Losgröße und Planungslosgröße im Vergleich
Beide Größen erfüllen unterschiedliche Aufgaben: Die rechnerische Losgröße ist der wirtschaftliche Ausgangswert, während die Planungslosgröße Rundung und eine optionale Kapazitätsgrenze berücksichtigt.
| Kriterium | Rechnerische Losgröße | Planungslosgröße |
|---|---|---|
| Berechnung | Ergebnis der Andler-/EOQ-Formel | Auf den Mengenschritt aufgerundetes Ergebnis |
| Kapazitätsgrenze | Wird nicht in die Ausgangsformel einbezogen | Kann die gerundete Menge begrenzen |
| Bedeutung | Wirtschaftlicher Referenzwert | Vorgeschlagene Menge für die manuelle Planung |
| Ausgabespalte | Spalte J im Blatt „Losgrößen“ | Spalte K im Blatt „Losgrößen“ |
Annahmen und Grenzen der Planungsvorlage
Das Modell unterstellt einen gleichmäßigen Jahresbedarf, keine Fehlmengen und einen durchschnittlichen Zyklusbestand in Höhe der halben Losmenge. Schwankender Bedarf, Lieferunsicherheiten oder weitere betriebliche Restriktionen werden nicht automatisch modelliert und müssen fachlich ergänzt werden.
Die Datei nutzt manuelle Eingaben und Excel-Formeln. Sie besitzt keine ERP- oder MES-Anbindung, keine Echtzeitsynchronisierung und keine automatische Freigabefunktion. Auch Zusagen zu Normen, Konformität, Arbeitsschutz oder rechtlicher Verwendbarkeit sind nicht Bestandteil der Arbeitsmappe.
Häufige Fragen
Welche Formel verwendet die Losgrößenberechnung in Excel?
Die Arbeitsmappe nutzt das klassische Andler-/EOQ-Prinzip: Die Losgröße ist die Quadratwurzel aus „2 × Jahresbedarf × Rüstkosten je Los“ geteilt durch „Einstandspreis × Lagerkostensatz“.
Was geschieht ohne artikelspezifischen Lagerkostensatz?
Bleibt das entsprechende Eingabefeld leer, verwendet die Formel den zentralen Standard-Lagerkostensatz aus dem Blatt „Parameter“.
Wie berücksichtigt die Datei eine maximale Loskapazität?
Die rechnerische Losgröße wird zunächst auf den festgelegten Mengenschritt aufgerundet. Liegt dieses Ergebnis über der eingetragenen maximalen Loskapazität, wird die Planungslosgröße begrenzt und der Fall zur Prüfung gekennzeichnet.
Wie viele Artikel lassen sich in der Arbeitsmappe planen?
Im Blatt „Losgrößen“ sind 100 Artikelzeilen von Zeile 6 bis 105 vorbereitet.
Ersetzt die Arbeitsmappe eine fachliche Freigabe oder ERP-Planung?
Nein. Die Datei unterstützt eine manuelle Planungsentscheidung, besitzt aber weder eine ERP-/MES-Synchronisierung noch eine automatische Freigabefunktion. Prüffälle und Planungslosgrößen müssen fachlich bewertet werden.






