Diese Excel-Datei dient der auftragsbezogenen Berechnung der Materialausbeute in Produktion und Fertigung. Erfasst werden Materialeingang, Zwischenverluste, Ausschuss der Endprüfung und konformes Produkt in Kilogramm.
Die Tabellenkalkulation bildet den Materialfluss rechnerisch ab, ermittelt Ausbeute und Bilanzabweichung und bewertet jeden Fertigungsauftrag anhand einstellbarer Grenzwerte. Eine Zusammenfassung verdichtet die Ergebnisse für den gewählten Zeitraum.
Was die Vorlage unterstützt
- Materialausbeute je Fertigungsauftrag transparent berechnen
- Mengenabweichungen anhand einer einstellbaren Toleranz erkennen
- Aufträge im gewählten Zeitraum zusammengefasst auswerten
- Niedrige Ausbeuten von fehlerhaften Mengenbilanzen unterscheiden
Inhalt der Arbeitsmappe
So beginnen Sie
Parameter festlegen
Tragen Sie im Blatt „Hinweise und Parameter“ den Auswertungszeitraum, die Mindest-Ausbeute und die zulässige Bilanzabweichung ein.
Auftragsdaten erfassen
Geben Sie im Blatt „Erfassung“ Datum, Fertigungsauftrag, Artikel und Mengen in die gelben Eingabezellen ein. Die vorbereiteten Zeilen reichen von Zeile 5 bis Zeile 134.
Berechnungen prüfen
Kontrollieren Sie die automatisch berechnete Gesamtmenge, Bilanzabweichung, Ausbeute und den Status jedes Auftrags. Graue Zellen enthalten Formeln und sollten nicht überschrieben werden.
Zeitraum auswerten
Lesen Sie im Blatt „Zusammenfassung“ Materialeingang, konformes Produkt, Gesamtausbeute, Gesamtverlust und die Anzahl der Statusfälle ab. Prüfen Sie zusätzlich die dort aufgeführten Plausibilitätskontrollen.
Aufbau der Excel-Arbeitsmappe
Die Arbeitsmappe umfasst drei Arbeitsblätter: „Erfassung“ für Auftrags- und Mengendaten, „Zusammenfassung“ für die Zeitraumsauswertung sowie „Hinweise und Parameter“ für Grenzwerte und Anwendungshinweise. Die Erfassung stellt 130 vorbereitete Datenzeilen bereit.
Welche Produktionsdaten erfasst werden
Je Fertigungsauftrag lassen sich Datum, Auftragsnummer, Artikel, Materialeingang, Zwischenverluste, Ausschuss der Endprüfung, konformes Produkt und eine Bemerkung eintragen. Mengen werden in Kilogramm erfasst. Sobald ein Materialeingang eingetragen wird, verlangen die Eingabeprüfungen auch einen Fertigungsauftrag und einen Artikel.
Berechnung von Ausbeute und Mengenbilanz
Die erfasste Gesamtmenge entspricht der Summe aus Zwischenverlusten, Ausschuss der Endprüfung und konformem Produkt. Die Bilanzabweichung ergibt sich aus Materialeingang minus erfasster Gesamtmenge. Die Ausbeute eines Auftrags wird als konformes Produkt geteilt durch Materialeingang berechnet. Fehlerhafte Divisionen werden leer statt als Tabellenfehler ausgegeben.
Praxisfall: Auftrag unter der Mindest-Ausbeute
Der fiktive Auftrag DEMO-002 verarbeitet 120 kg Material. Davon entfallen 6 kg auf Zwischenverluste, 5 kg auf Ausschuss der Endprüfung und 109 kg auf konformes Produkt. Die Mengenbilanz ist mit 120 kg vollständig, die Ausbeute beträgt jedoch nur 90,83 %. Bei der eingestellten Mindest-Ausbeute von 92 % erhält der Auftrag deshalb den Status „Unter Ziel“.
Typische Fehler und passende Lösungen
Eine unvollständige Mengenbilanz entsteht, wenn Materialeingang und Summe der erfassten Mengen außerhalb der eingestellten Toleranz voneinander abweichen. In diesem Fall hat der Status „Mengen prüfen“ Vorrang. Prüfen Sie Materialeingang, Verluste, Ausschuss und konformes Produkt auf fehlende oder falsche Werte. Bei „Unter Ziel“ stimmt die Bilanz, aber die Ausbeute liegt unter dem Mindestwert. Kontrollieren Sie dann die Verlustmengen und den Fertigungsablauf. Die Eingabeprüfungen begrenzen Verluste auf nicht negative Werte und das konforme Produkt auf einen Wert zwischen null und Materialeingang.
Vergleich: Auftragsausbeute und Gesamtausbeute
| Merkmal | Auftragsausbeute | Gesamtausbeute |
|---|---|---|
| Bezugsgröße | Ein einzelner Fertigungsauftrag | Alle erfassten Aufträge im gewählten Zeitraum |
| Berechnung | Konformes Produkt des Auftrags geteilt durch dessen Materialeingang | Summe des konformen Produkts geteilt durch die Summe des Materialeingangs |
| Anzeige | Blatt „Erfassung“ | Blatt „Zusammenfassung“ |
| Verwendung | Statusbewertung des einzelnen Auftrags | Verdichtete Bewertung des gesamten Zeitraums |
Fachliche Grenzen der Vorlage
Die Arbeitsmappe berechnet weder OEE noch Maschinenleistung oder Taktzeiten. Sie bewertet außerdem keine Kosten, Bestände, detaillierten Ausschussursachen, Wartung oder Arbeitssicherheit. Eine Qualitätsfreigabe erteilt sie nicht, und sie ersetzt keine Prüf- oder Nacharbeitsdokumentation. Externe Verbindungen zu ERP-, MES- oder anderen Systemen sind nicht vorhanden.
Häufige Fragen
Wie wird die Ausbeute in der Excel-Datei berechnet?
Die Ausbeute eines Fertigungsauftrags entspricht dem konformen Produkt geteilt durch den Materialeingang. Die Gesamtausbeute verwendet die entsprechenden Summen aller Aufträge innerhalb des eingestellten Zeitraums.
Wann erscheint der Status „Mengen prüfen“?
Der Status erscheint, wenn der absolute Betrag der Bilanzabweichung größer als die unter „Hinweise und Parameter“ eingestellte Toleranz ist. Diese Prüfung hat Vorrang vor dem Vergleich mit der Mindest-Ausbeute.
Was bedeutet der Status „Unter Ziel“?
„Unter Ziel“ bedeutet, dass die Mengenbilanz innerhalb der Toleranz liegt, die berechnete Ausbeute aber den eingestellten Mindestwert unterschreitet.
Welche Werte können angepasst werden?
Anpassbar sind der Beginn und das Ende des Auswertungszeitraums, die Mindest-Ausbeute und die Toleranz der Bilanzabweichung. In der Erfassung werden die gelb markierten Auftrags- und Mengenfelder bearbeitet.
Ersetzt die Excel-Vorlage eine Qualitätsfreigabe?
Nein. Die Datei erteilt keine Qualitätsfreigabe und ersetzt weder Prüfunterlagen noch eine Nacharbeitsdokumentation. Sie dient ausschließlich der Berechnung und Einordnung der erfassten Materialausbeute.






