Diese Excel-Datei unterstützt den monatlichen S&OP-Abgleich in Produktion und Fertigung. Sie führt Vertriebsprognosen, bestätigte Aufträge, Bestände, Produktionsmengen und verfügbare Anlagenstunden für einen ausgewählten Monat zusammen.
Die Tabellenkalkulation berechnet Bedarf, Bestandsentwicklung und Kapazitätsauslastung auf Basis manueller Planwerte. Der Produktionsplan bleibt eine manuelle Eingabe; die Ergebnisse dienen als nachvollziehbare Grundlage für die interne Abstimmung, nicht als automatische Freigabe.
Was die Vorlage unterstützt
- Vertriebsbedarf, Bestandsziele und Produktionsmengen monatlich gemeinsam abstimmen
- Netto-Produktionsbedarf und prognostizierten Endbestand je Artikel nachvollziehen
- Anlagenauslastung aus Planmengen und Standardzeiten transparent prüfen
- Abstimmungsbedarf vor der internen Planfreigabe früh erkennen
Inhalt der Arbeitsmappe
So beginnen Sie
Produktstammdaten prüfen
Pflegen Sie im Blatt „Produkte“ Artikelnummer, Anfangsbestand, Zielbestand, Standardzeit je Stück und zugeordnete Anlage.
Vertriebswerte erfassen
Tragen Sie im Blatt „Planung“ für jede eindeutige Kombination aus Artikel und Monat die Prognose und die bestätigten Aufträge ein. Verwenden Sie als Periodendatum stets den ersten Kalendertag des Monats.
Produktionsmengen planen
Vergleichen Sie den berechneten Netto-Produktionsbedarf mit dem vorgesehenen Produktionsplan und tragen Sie die freizugebende Planmenge manuell ein.
Kapazitäten hinterlegen
Erfassen Sie je Anlage und Monat die Bruttokapazität sowie die Reserve. Die Datei berechnet daraus Nettokapazität, Restkapazität und Auslastung.
Monat auswerten
Wählen Sie in der Zusammenfassung den Planungsmonat und prüfen Sie die veränderbare Warnschwelle, Positionen unter Zielbestand und den internen Entscheidungshinweis.
Praxisfall: Bedarf und Produktionsmenge für Oktober 2026 abstimmen
Beim fiktiven Artikel FX-1001 stehen für Oktober 2026 eine Vertriebsprognose von 150 Stück und bestätigte Aufträge über 140 Stück. Die Vorlage verwendet den höheren Wert, sodass der Absatzbedarf 150 Stück beträgt.
Aus 120 Stück Anfangsbestand, 80 Stück Zielbestand und 150 Stück Absatzbedarf ergibt sich ein Netto-Produktionsbedarf von 110 Stück. Wird diese Menge als Produktionsplan eingetragen, liegt der prognostizierte Endbestand bei 80 Stück und damit genau im Ziel. Bei einer Standardzeit von 0,40 Stunden je Stück trägt der Artikel 44 Planstunden zur zugeordneten Anlage „Montage Fabel-Nord“ bei.
Absatzbedarf, Bestand und Produktionsbedarf berechnen
Der Absatzbedarf entspricht je Planposition dem höheren Wert aus Vertriebsprognose und bestätigten Aufträgen. Sind beide Eingaben leer, bleibt auch das Ergebnis leer.
Der Anfangsbestand stammt im ersten erfassten Monat aus den Produktstammdaten. In späteren Perioden berücksichtigt die Formel frühere Produktionspläne und frühere Bedarfe desselben Artikels. Der Netto-Produktionsbedarf wird als positiver Fehlbedarf aus Absatzbedarf, Zielbestand und Anfangsbestand ermittelt und mindestens auf null begrenzt.
Anlagenkapazität mit dem Produktionsplan abgleichen
Die Nettokapazität ergibt sich aus der manuell gepflegten Bruttokapazität abzüglich der prozentualen Reserve. Die geplanten Stunden werden aus Produktionsplan und Standardzeit je Stück berechnet und der hinterlegten Anlage zugeordnet.
Aus Nettokapazität und geplanten Stunden entstehen Restkapazität und Auslastung. Der Status lautet unterhalb der Warnschwelle „Im Rahmen“, ab der Warnschwelle „Beobachten“ und bei mehr als 100 Prozent „Überlastet“.
Monatsübersicht für die interne S&OP-Abstimmung
Die Zusammenfassung aggregiert für den ausgewählten Monat Absatzbedarf, Netto-Produktionsbedarf, Produktionsplan, prognostizierten Endbestand, Nettokapazität und Kapazitätsbedarf. Zusätzlich zählt sie alle Planpositionen unter Zielbestand.
Erreicht die gesamte Kapazitätsauslastung die eingestellte Warnschwelle oder liegt mindestens eine Position unter Ziel, erscheint Abgleich erforderlich. Andernfalls weist die Datei darauf hin, die interne Freigabe zu prüfen. Ein Diagramm vergleicht die Auslastung der beiden hinterlegten Beispielmonate Oktober und November 2026.
Häufige Fehler und passende Lösungen
Eingabe fehlt erscheint, wenn notwendige Werte einer Planposition nicht vollständig vorliegen. Ergänzen Sie insbesondere Periode, Artikelnummer und Produktionsplan.
- Fehlende Produktstammdaten führen in abhängigen Formeln zu leeren Ergebnissen. Ergänzen Sie Anfangsbestand, Zielbestand, Standardzeit und Anlage.
- Ein Monatsdatum außerhalb des ersten Kalendertags wird von der Datenprüfung abgelehnt. Erfassen Sie beispielsweise 01.10.2026 statt eines beliebigen Oktoberdatums.
- Eine doppelte Artikel-Monat-Kombination kann Mengen mehrfach einbeziehen. Verwenden Sie jede Kombination nur einmal und kontrollieren Sie die Zeilen mit dem Filter.
- Fehlende Kapazitätswerte verhindern eine schlüssige Auslastungsbewertung. Hinterlegen Sie Bruttokapazität und Reserve für jede verwendete Anlage und Periode.
Vergleich der zentralen Planungsgrößen
| Kennzahl | Herkunft | Aussage | Bearbeitung |
|---|---|---|---|
| Absatzbedarf | Maximum aus Prognose und bestätigten Aufträgen | Für den Monat angesetzte Absatzmenge | Automatisch berechnet |
| Netto-Produktionsbedarf | Absatzbedarf plus Zielbestand minus Anfangsbestand | Rechnerisch notwendige Mindestproduktion | Automatisch berechnet |
| Produktionsplan | Manuelle Planentscheidung | Tatsächlich vorgesehene Produktionsmenge | Manuell einzugeben |
| Prognostizierter Endbestand | Anfangsbestand plus Produktionsplan minus Absatzbedarf | Erwarteter Bestand am Periodenende | Automatisch berechnet |
| Kapazitätsbedarf | Produktionsplan mal Standardzeit je Stück | Durch den Plan belegte Anlagenstunden | Automatisch berechnet |
Rollen, Datenpflege und Grenzen der Vorlage
Die Arbeitsmappe ist für Vertriebsplanung, Produktionsplanung und betriebliche Planungsverantwortliche vorgesehen. Gelb markierte Felder kennzeichnen veränderbare Eingaben; Datenvalidierungen, Filter, fixierte Kopfbereiche und bedingte Formatierungen unterstützen die manuelle Kontrolle.
Alle enthaltenen Artikel, Bezeichnungen und Anlagen sind fiktiv. Die Datei besitzt keine ERP- oder MES-Anbindung, keine Echtzeitsynchronisierung und keine automatische Optimierungs- oder Freigabefunktion. Warnschwelle und Reserve sind veränderbare Planungsannahmen, keine verbindlichen Normen.
Häufige Fragen
Was berechnet die Excel-Vorlage für die Vertriebs- und Produktionsplanung?
Die Vorlage berechnet Absatzbedarf, Anfangsbestand, Zielbestand, Netto-Produktionsbedarf, Kapazitätsbedarf, prognostizierten Endbestand, Zielabweichung und Statuswerte für Artikel und Anlagen.
Wie wird der Absatzbedarf bestimmt?
Die Arbeitsmappe verwendet je Planposition den höheren Wert aus Vertriebsprognose und bestätigten Aufträgen. Sind beide Felder leer, bleibt der Absatzbedarf leer.
Plant die Excel-Datei die Produktionsmenge automatisch?
Nein. Sie berechnet den Netto-Produktionsbedarf, aber der Produktionsplan wird manuell eingegeben. Danach zeigt die Datei die Auswirkungen auf Bestand, Zielabweichung und Kapazität.
Wie entsteht die Kapazitätsauslastung?
Die geplanten Stunden ergeben sich aus Produktionsmenge und Standardzeit je Stück. Geteilt durch die Nettokapazität, also Bruttokapazität abzüglich Reserve, ergeben sie die Auslastung.
Wann ist ein weiterer S&OP-Abgleich erforderlich?
Der entsprechende Hinweis erscheint, wenn die aggregierte Kapazitätsauslastung mindestens die eingestellte Warnschwelle erreicht oder wenn mindestens eine Planposition unter ihrem Zielbestand liegt.
Ist die Vorlage mit ERP oder MES verbunden?
Nein. Die Datei arbeitet mit manuellen Planwerten und Excel-Formeln. Eine ERP- oder MES-Anbindung, Echtzeitsynchronisierung oder automatische Freigabe ist nicht enthalten.






