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Stückzeitaufnahme mit Excel für die Fertigung

Excel-Vorlage zur Stückzeitaufnahme in der Fertigung: Beobachtungen erfassen sowie Normalzeit, Standardzeit, Abweichung und Planmenge berechnen.

Veröffentlicht am

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Diese Excel-Arbeitsmappe dient der manuellen Stückzeitaufnahme in Produktion und Fertigung. Arbeitsvorbereitung oder Fertigungsplanung übertragen beobachtete Zyklen mit Messzeit, Leistungsgrad und optionalen Zuschlägen in vorbereitete Erfassungszeilen.

Die Tabellenkalkulation berechnet daraus Normalzeit, Standardzeit, Referenzabweichung und eine rechnerische Planmenge je Schicht. Status- und Plausibilitätshinweise machen auffällige oder unvollständige Datensätze sichtbar; alle Ergebnisse sind vor der Übernahme in die interne Planung fachlich zu prüfen.

Was die Vorlage unterstützt

  • Verdichtet manuelle Zyklusbeobachtungen zu nachvollziehbaren Zeitkennzahlen.
  • Macht unvollständige, doppelte oder auffällige Datensätze sichtbar.
  • Vergleicht Standardzeiten mit internen Referenzwerten.
  • Unterstützt die fachliche Prüfung interner Planungswerte.

Inhalt der Arbeitsmappe

100 vorbereitete Erfassungszeilen für manuelle Zyklusbeobachtungen.Berechnung von Normalzeit, Standardzeit, Referenzabweichung und Planmenge je Schicht.Datenvalidierungen sowie Status- und Plausibilitätshinweise für Eingaben.Zusammenfassung mit Mittelwerten, Entscheidungshinweisen und Vergleichsdiagramm.

So beginnen Sie

Parameter prüfen

Kontrollieren Sie im Blatt „Parameter“ die Schichtdauer, den planbaren Nutzungsanteil, die Plausibilitätsgrenzen, die maximalen Zuschläge und die internen Referenzzeiten.

Beobachtungen übertragen

Erfassen Sie im Blatt „Aufnahmen“ für jeden beobachteten Zyklus eine eigene Zeile mit Aufnahme-ID, Datum, Auftrag, Artikel, Arbeitsgang, Anlage, Verantwortungsrolle, Zyklusnummer, Messzeit und Leistungsgrad. Optionale Zuschläge werden als Prozentwerte eingetragen; leere Zuschläge gelten rechnerisch als 0 Prozent.

Status und Hinweise bearbeiten

Ergänzen Sie bei „Unvollständig“ die fehlenden Pflichtfelder. Prüfen Sie bei „Prüfen“ die Eingabegrenzen, die Zuordnung zum Referenzkatalog und mögliche Abweichungen. Doppelte Aufnahme-IDs sind durch eindeutige Kennungen zu ersetzen.

Ergebnisse fachlich bewerten

Vergleichen Sie in der „Zusammenfassung“ die gemittelten Mess-, Normal- und Standardzeiten mit den Referenzwerten. Übernehmen Sie eine Standardzeit oder Planmenge erst nach fachlicher Prüfung in die interne Planung.

Stückzeiten strukturiert in Excel erfassen

Im Blatt „Aufnahmen“ stehen 100 vorbereitete Zeilen für einzelne Beobachtungen bereit. Zu jedem Zyklus lassen sich Aufnahme-ID, Datum, Auftrag, Artikel, Arbeitsgang, Anlage, Verantwortungsrolle, Zyklusnummer, Messzeit und Leistungsgrad dokumentieren. Erholungs- und Verteilzuschläge sind optional.

Listen- und Werteprüfungen unterstützen die Eingabe. Dazu gehören unter anderem ein Datumsbereich vom 01.01.2024 bis 31.12.2027, Zyklusnummern von 1 bis 999 sowie parametrierbare Grenzen für Messzeit, Leistungsgrad und Zuschläge.

Von der Messzeit zur Standardzeit

Die Normalzeit entsteht aus Messzeit mal Leistungsgrad. Anschließend berechnet die Arbeitsmappe die Standardzeit als Normalzeit mal der Summe aus 1, Erholungszuschlag und Verteilzuschlag. Bleibt einer der beiden Zuschläge leer, geht er mit 0 Prozent in die Rechnung ein.

Eine Standardzeit wird außerdem mit dem internen Referenzwert der jeweiligen Kombination aus Artikel und Arbeitsgang verglichen. Die daraus entstehende relative Abweichung dient als Prüfgröße, nicht als automatische Freigabe.

Status und Plausibilität richtig einordnen

Der berechnete Status unterscheidet zwischen „Vollständig“, „Prüfen“ und „Unvollständig“. Fehlende Pflichtfelder führen zu „Unvollständig“. Werte außerhalb der hinterlegten Grenzen oder eine fehlende Referenzzuordnung führen zu „Prüfen“.

Ein zusätzlicher Hinweis kennzeichnet unter anderem doppelte Aufnahme-IDs, fehlende Pflichtfelder, zu prüfende Grenzen und auffällige Referenzabweichungen. Eine rechnerische Planmenge je Schicht wird nur für vollständige Datensätze ausgegeben.

Praxisfall: Beobachteten Zuschnitt auswerten

Die vorbereitete fiktive Aufnahme ZA-26-001 dokumentiert für den Artikel AX-17 und den Arbeitsgang Zuschnitt eine Messzeit von 42 Sekunden, einen Leistungsgrad von 100 Prozent sowie Zuschläge von 5 und 3 Prozent. Daraus folgen 42 Sekunden Normalzeit und 45,36 Sekunden Standardzeit.

Mit 450 Minuten verfügbarer Schichtdauer und einem planbaren Nutzungsanteil von 85 Prozent ergibt die hinterlegte Berechnung eine ganzzahlige Planmenge von 505 Stück je Schicht. Dieser Praxiswert zeigt den Rechenweg, bleibt aber eine intern zu prüfende Planungsgröße.

Typische Fehler und passende Lösungen

Ursache zuerst klären: Fehlen Pflichtangaben, müssen Datum, Auftrag, Zuordnung oder Beobachtungswerte ergänzt werden. Bei „ID doppelt“ ist eine eindeutige Aufnahme-ID zu vergeben. Liegen Messzeit, Leistungsgrad oder Zuschläge außerhalb der Parametergrenzen, sind Eingabe und Grenzwert fachlich zu kontrollieren.

Fehlt die Kombination aus Artikel und Arbeitsgang im Referenzkatalog, sollte sie im Blatt „Parameter“ geprüft oder ergänzt werden. Bei einer auffälligen Referenzabweichung ist nicht nur der Einzelwert, sondern das gesamte Zeitbild der zugehörigen Beobachtungen zu untersuchen.

Messzeit, Normalzeit und Standardzeit im Vergleich

Vergleich der Zeit- und Prüfgrößen
GrößeHerkunftBerechnungBedeutung
MesszeitManuelle BeobachtungKeine BerechnungDirekt erfasste Dauer eines Zyklus in Sekunden
NormalzeitMesszeit und LeistungsgradMesszeit × LeistungsgradLeistungsbezogen angepasste Zykluszeit
StandardzeitNormalzeit und ZuschlägeNormalzeit × (1 + Erholungszuschlag + Verteilzuschlag)Zeitwert für die weitere interne Planungsprüfung
ReferenzabweichungStandardzeit und interner Referenzwert(Standardzeit − Referenzzeit) ÷ ReferenzzeitRelative Abweichung zur hinterlegten Vergleichszeit
Planmenge je SchichtSchichtdauer, Nutzungsanteil und StandardzeitGanzzahliger Anteil aus verfügbarer Zeit ÷ StandardzeitRechnerische Menge für einen vollständigen Datensatz

Zusammenfassung nutzen und Grenzen beachten

Das Blatt „Zusammenfassung“ zeigt gültige sowie offene oder zu prüfende Aufnahmen, die durchschnittliche Standardzeit und das letzte Aufnahmedatum. Für fünf vorbereitete Kombinationen aus Artikel und Arbeitsgang werden Mittelwerte, Referenzen, Abweichungen, Planmengen und Entscheidungshinweise ausgegeben. Ein Diagramm vergleicht gemittelte Standardzeiten mit den Referenzwerten.

Die Datei besitzt keine ERP- oder MES-Anbindung und keine Echtzeitsynchronisierung. Parameter und Referenzwerte sind manuell gepflegte, intern zu prüfende Annahmen. Die Arbeitsmappe erteilt weder eine Freigabe noch eine Norm- oder Konformitätsaussage.

Häufige Fragen

Was berechnet die Excel-Datei zur Stückzeitaufnahme?

Sie berechnet aus Messzeit und Leistungsgrad die Normalzeit. Mit optionalen Erholungs- und Verteilzuschlägen entsteht daraus die Standardzeit. Zusätzlich werden Referenzabweichung, Status, Plausibilitätshinweis und eine rechnerische Planmenge je Schicht ermittelt.

Wie viele Beobachtungen können erfasst werden?

Im Blatt „Aufnahmen“ sind 100 Erfassungszeilen von Zeile 5 bis Zeile 104 für einzelne Zyklusbeobachtungen vorbereitet.

Wie wird der Leistungsgrad eingegeben?

Der Leistungsgrad wird als Prozentwert beziehungsweise Dezimalwert eingegeben. Dabei entspricht 100 Prozent dem Wert 1,00. Die voreingestellte Plausibilitätsgrenze reicht von 50 bis 150 Prozent.

Was passiert bei fehlenden oder ungeeigneten Werten?

Fehlende Pflichtfelder führen zum Status „Unvollständig“. Werte außerhalb der hinterlegten Grenzen oder eine ungeklärte Zuordnung zu einer Referenzzeit führen zum Status „Prüfen“. Leere Erholungs- und Verteilzuschläge werden dagegen als 0 Prozent behandelt.

Gibt die Arbeitsmappe eine Standardzeit automatisch frei?

Nein. Die Arbeitsmappe liefert berechnete Werte und Entscheidungshinweise, aber keine Freigabe. Vor einer Übernahme in die interne Planung müssen Beobachtungen, Mittelwerte, Referenzabweichungen und Annahmen fachlich geprüft werden.