Diese Excel-Datei ist ein Produktionskalender für Excel, mit dem Produktionsplanung und Werkskoordination einzelne Kalendertage je Werk erfassen. Produktionstage, Feiertage, Betriebsruhen, Wartungen, Schichtmodelle, Schichtanzahl, Schichtdauer und Verfügbarkeit werden manuell eingetragen.
Die Tabellenkalkulation berechnet daraus die Nettokapazität und verdichtet die Angaben nach Jahr, Monat und Werk. Kennzahlen, Monatswerte, ein Kapazitätsdiagramm und zeilenbezogene Prüfhinweise unterstützen die Kontrolle vor der manuellen Planungsfreigabe.
Was die Vorlage unterstützt
- Produktionstage und Stillstände je Werk einheitlich dokumentieren
- Nettokapazitäten auf Jahres- und Monatsebene nachvollziehen
- Schicht- und Verfügbarkeitsannahmen vor der Freigabe prüfen
- Auffällige oder unvollständige Planungszeilen schneller erkennen
Inhalt der Arbeitsmappe
So beginnen Sie
Prüfparameter festlegen
Kontrollieren Sie im Blatt „Parameter“ die Grenzwerte für maximale Schichten, maximale Stunden je Schicht und Mindestverfügbarkeit. Ändern Sie nur die dafür vorgesehenen gelben Eingabezellen.
Kalendertage erfassen
Tragen Sie im Blatt „Kalender“ für jede benötigte Werk-/Datumszeile Datum, Werk, Tagestyp, Schichtmodell, Schichtanzahl, Stunden je Schicht, Verfügbarkeit und Verantwortungsrolle ein. Ergänzen Sie bei Bedarf einen Planungshinweis.
Hinweise bearbeiten
Kontrollieren Sie die berechnete Kapazität und die Prüfhilfe. Berichtigen Sie fehlende Pflichtangaben, doppelte Werk-/Datumszeilen und unplausible Kombinationen oder dokumentieren Sie fachlich begründete Ausnahmen.
Planung auswerten
Wählen Sie in der „Zusammenfassung“ das Planungsjahr und entweder alle Werke oder ein einzelnes Werk. Stimmen Sie produktive Tage, Stillstandstage, Nettokapazität und offene Prüfhinweise vor der internen Freigabe ab.
Produktionskalender für die manuelle Werksplanung
Die Arbeitsmappe ordnet jeden Planungstag einer Werk-/Datumszeile zu. Als fiktive Betriebsstätten stehen Werk Nord, Werk Süd und Montagezentrum West zur Auswahl. Das Planungsjahr kann in der Zusammenfassung zwischen 2021 und 2031 eingestellt werden.
Für die Auswertung lässt sich ein einzelnes Werk oder „Alle Werke“ wählen. So bleiben lokale Planungsstände und die gemeinsame Jahressicht in derselben Datei nachvollziehbar.
Produktionstage, Stillstände und Schichten erfassen
Im Blatt „Kalender“ werden Datum, Werk, Tagestyp, Schichtmodell, Schichtanzahl, Stunden je Schicht, Verfügbarkeit, Verantwortungsrolle und Planungshinweis gepflegt. Für den Tagestyp sind Produktion, Feiertag, Betriebsruhe und Wartung vorgesehen.
Die Schichtmodelle reichen von „Keine“ über Frühschicht und Früh-/Spätschicht bis Drei-Schicht. Datenprüfungen begrenzen die Schichtanzahl auf null bis sechs, die Schichtdauer auf null bis 24 Stunden und die Verfügbarkeit auf null bis eins.
Nettokapazität und Monatswerte berechnen
Bei einer vollständig ausgefüllten Produktionszeile entsteht die Nettokapazität aus Schichtanzahl × Stunden je Schicht × Verfügbarkeit. Für Feiertage, Betriebsruhen und Wartungen setzt die Formel keine Produktionskapazität an. Fehlen erforderliche Werte, bleibt das Ergebnis leer.
Die Zusammenfassung zeigt erfasste Kalendertage, produktive Tage, Ausfall- beziehungsweise Stillstandstage, Nettokapazität und offene Prüfhinweise. Darunter werden Produktionstage, Stillstandstage und Kapazitätsstunden nach Monaten ausgewiesen; ein Diagramm stellt die monatliche Kapazität dar.
Praxisfall: Schichtkapazität zweier Werke einordnen
Ein fiktiver Produktionstag in Werk Nord ist mit zwei Schichten zu je acht Stunden und 92 Prozent Verfügbarkeit hinterlegt. Daraus ergeben sich 14,72 Stunden Nettokapazität. Für Werk Süd sind in einem weiteren Beispiel drei Schichten zu je 7,5 Stunden und 88 Prozent Verfügbarkeit erfasst; diese Zeile ergibt 19,80 Stunden.
Zusammen tragen diese beiden Produktionszeilen 34,52 Stunden bei. Ein ebenfalls erfasster Feiertag in Werk Nord erzeugt dagegen keine Nettokapazität. Die Beispiele zeigen, wie unterschiedliche Schichtannahmen in die Jahres- und Monatsauswertung einfließen.
Typische Fehler und passende Lösungen
Prüfhinweise gezielt klären: Die Arbeitsmappe weist auf auffällige Eingaben hin, blockiert jedoch keine fachlich begründete Ausnahme.
- Fehlen Pflichtangaben, werden Datum, Werk, Tagestyp, Schichtdaten, Verfügbarkeit und Verantwortungsrolle vervollständigt.
- Bei einer doppelten Kombination aus Werk und Datum werden die Zeilen geprüft und bei Bedarf zusammengeführt oder korrigiert.
- Enthält ein Nicht-Produktionstag positive Schichten, werden entweder Tagestyp oder Schichtanzahl berichtigt.
- Hat ein Produktionstag keine Schichten, wird die Planung ergänzt oder der Tagestyp angepasst.
- Bei überschrittenen Schwellen werden Eingabe und Parameter fachlich geprüft; ein Hinweis ist keine automatische Ablehnung.
Vergleich: Produktionstag und Stillstandstag
| Kriterium | Produktionstag | Feiertag, Betriebsruhe oder Wartung |
|---|---|---|
| Planungszweck | Verfügbare Fertigungszeit erfassen | Ausfall oder geplanten Stillstand dokumentieren |
| Schichtansatz | Schichtanzahl und Schichtdauer werden eingetragen | Im Regelfall werden keine produktiven Schichten angesetzt |
| Kapazitätslogik | Schichten × Stunden je Schicht × Verfügbarkeit | Keine Nettokapazität |
| Auswertung | Zählt als produktiver Tag | Zählt als Ausfall- beziehungsweise Stillstandstag |
| Kontrollbedarf | Schichten, Stunden und Verfügbarkeit prüfen | Betriebliche oder regionale Gültigkeit manuell prüfen |
Grenzen und manuelle Freigabe
Keine automatische Feiertagslogik: Feiertage, Betriebsruhen und Wartungen werden manuell eingetragen. Die Datei verwendet keine amtliche oder tarifliche Quelle und prüft nicht, ob ein Eintrag regional oder betrieblich gilt.
Auch eine Verbindung zu ERP-, MES-, Personal-, Anlagen- oder Schichtplanungssystemen besteht nicht. Die Prüfhilfe unterstützt die Kontrolle, bestätigt aber weder Konformität noch Freigabe. Vor der Nutzung müssen Planungsdaten und Ausnahmen intern geprüft werden.
Häufige Fragen
Was berechnet der Produktionskalender in Excel?
Für vollständig erfasste Produktionstage berechnet die Datei die Nettokapazität aus Schichtanzahl, Stunden je Schicht und Verfügbarkeit. Zusätzlich fasst sie produktive Tage, Stillstandstage, Kapazitätsstunden und offene Prüfhinweise nach Jahr und Werk zusammen.
Kann ich mehrere Werke getrennt auswerten?
Ja. In der Zusammenfassung können entweder alle hinterlegten fiktiven Werke gemeinsam oder Werk Nord, Werk Süd beziehungsweise Montagezentrum West einzeln ausgewählt werden.
Werden Feiertage automatisch eingetragen?
Nein. Feiertage werden manuell erfasst. Ihre regionale und betriebliche Gültigkeit muss vor der Planungsfreigabe intern geprüft werden.
Welche Eingabefehler erkennt die Prüfhilfe?
Sie weist unter anderem auf unvollständige Eingaben, doppelte Werk-/Datumszeilen, auffällige Kombinationen von Tagestyp und Schichten sowie Über- oder Unterschreitungen der festgelegten Prüfschwellen hin.
Ersetzt die Excel-Datei ein Produktionsplanungssystem?
Nein. Die Arbeitsmappe unterstützt eine manuelle Planungsentscheidung, synchronisiert aber keine externen Systeme und ersetzt weder die fachliche Kontrolle noch die interne Freigabe.






